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[09.10.2008]Energiesparlampen - zu blau und zu schmutzig
Einsatz-Tipp:
Hier sind Energiesparlampen relativ bedenkenlos:
Je höher der Raum, desto geringer die Strahlenbelastung. Besonders bei langen
Einschaltphasen sparen sie Strom, etwa in
Korridoren, Kellern oder bei den Aussenbeleuchtungen.
Vorsicht bei Deckenbeleuchtungen mit vielen Sparlampen. Dort kann die Strahlung kumulieren und für
empfindliche Menschen auch auf weitere
Entfernung Auswirkungen haben. Berichtet
werden Kopfschmerz, Konzentrationsstörungen,
Unwohlsein.
Achtung! Hier besser keine Energiesparlampen:
Überall dort, wo ein Mindestabstand von
1 m nicht eingehalten werden kann, sind
Energiesparlampen problematisch. Als
Tisch- oder Stehlamen, als Leselampen
ist das neue Licht beim aktuellen Stand
der Technik ungeeignet. Im Esszimmer,
Wohnzimmer und ganz besonders im Kinderzimmer
sollten Sie Energiesparlampen nicht verwenden.
Auf der einen Seite der Bilanz stünde eine beachtliche Menge CO2-Ausstoß, der durch die Verwendung von Energiesparlampen vermieden werden könnte. Für viele Grund genug, die gute alte Glühbirne ganz zu verbieten um dem drohenden Klimawandel zu begegnen. Doch vermehrt werden Stimmen laut, dass die Energiesparlampen unsere Gesundheit attackieren. Erst brachte der hohe Elektrosmog die Energiesparlampe in Verruf – und nun scheint auch der unnatürliche Blauanteil unser Augenlicht, das Immunsystem und sogar unsere Befindlichkeit zu beeinträchtigen
Es liegt in der Natur der Sache: Jede Energiesparlampe
benötigt einen Stromwandler und einen Pulser. Damit wird der Strom aus der Steckdose, der 50-mal in der Sekunde schwingt, in hochfrequente 40 000
Hertz-Strahlung transformiert und zusätzlich mit 100 Hertz gepulst. Dadurch wird die Frequenz der Handystrahlung ähnlich.
So gesehen ist jede Energiesparlampe zugleich
ein kleiner Funksender mit gepulster
elektromagnetischer Strahlung.
Baubiologe Dr. Peter Kurz von der österreichischen
Organisation „die Umweltberatung" fordert deshalb eine differenziertere Diskussion. „Es sollte nicht nur auf die Energiebilanz, sondern auch auf gesundheitliche Aspekte stärker geachtet werden.
Billiganbieter
Ein weiterer Aspekt: Je billiger und kostengünstiger
Sparlampen produziert werden, desto schlimmer wird der Elektrosmog. Eine spezielle Beschichtung des Glaskolbens und hochwertige elektronische
Komponenten könnten helfen, bleiben im Preiskampf aber auf der Strecke.
So behauptet der Heidelberger Humanmediziner
und Lichtbiologe Alexander Wunsch, dass ein Verbot von Glühlampen aus ganzheitlich medizinischer Sicht mit
einer staatlich verordneten Körperverletzung zu vergleichen sei: „Der menschliche Organismus ist auf die Spektralverteilung natürlichen Lichts eingestellt. Da sich der Mensch in der westlichen Welt die meiste Zeit in künstlichem Licht aufhält, erscheint es sinnvoll, auch hier verstärkt Forschung zu betreiben”, fordert Wunsch.
Gefährlicher Blauanteil
Bestimmte Blauanteile im Licht führen über die Stimulation der Hypophyse zu einer hormonellen Stressreaktion. Dadurch wird u. a. die Melatonin-Produktion beeinträchtigt. Licht beeinflusst über eine
Nervenverbindung zwischen Netzhaut
und Hypothalamus die Hormon-Aktivität sowohl der Zirbeldrüse als auch der Hypophyse. Beide Hormondrüsenwirken auf verschiedenste Körperfunktionen wie zum Beispiel den Schlaf-Wach-Rhythmus.
Co-Verursacher für AMD
Doch es kommt noch schlimmer: Diese Blauanteile stehen im Verdacht Verursacher der Altersbedingten Makuladegeneration (AMD) zu sein. Augenärzte berichteten über einen alarmierenden Anstieg dieser
Erkrankung. Schuld ist hauptsächlich die Zunahme von LCD-Bildschirmen, die nach einem ähnlichem Prinzip arbeiten wie Energiesparlampen.
Ein Verbot der Glühlampen würde das Problem verschärfen.
Momentan sind rund 2 Millionen Menschen unserer Bevölkerung davon betroffen
– bis zum Jahr 2020 rechnet man mit
bis zu 6 Millionen (ohne Glühlampenverbot).
Bei der AMD ist in der Netzhaut dieStelle des schärfsten Sehens betroffen, hier lagern sich Stoffwechselschlacken ab, das Auge kann nicht mehr richtig mit Nährstoffen
versorgt werden und erblindet.
Das bläuliche Licht der Energiesparlampe dringt ungefiltert in die Netzhaut vor, erzeugt dort oxidativen Stress, der zur Zerstörung von Rezeptorzellen führt.
In der Energiesparlampe kommt es zu einem vom Auge nicht zu sehenden Flimmern
– unser biologisches System kann durch die Flimmerei gestört werden.
In Großbritannien äußern Hautärzte weitere Bedenken. Insulaner, wegen ihrer hellen, lichtempflindlichen Haut, reagieren im Licht der Energiesparlampen besonders
sensibel: Bis zu 340 000 Menschen, so schätzen sie, könnten Ekzeme, Dermatitis ja sogar die Autoimmunkrankheit Lupus erythematodes u. ä. ausbilden.
Sollte man da nicht besser weiter forschen, bevor man die Glühlampe so Knall auf Fall ersetzt?
Quelle. Natürlich Gesund, Ausgabe 15
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